Erlebnistage im Albliger Wald für Kinder 19.-20.08.2025 - Wir blicken zurück
Und alle warten gespannt auf Milo! An den Erlebnistagen im Wald hatten wir einen vierbeinigen, sozialen Gast!
Debora Meier,
Wuff, wuff…! So tönte es am Dienstagnachmittag, 19.08., beim Albliger Waldhaus.
Milo ist da! Die Kinder und das Team (4 Erwachsene und 3 Jugendliche) der neu initiierten Erlebnistage im Wald erwarten den als Therapiehund geschulten Vierbeiner und seine Hundeführerin Margrit Peter. Zu was Milo wohl alles fähig ist und was er ihnen vorzeigen wird?
Therapiehund Milo ist speziell zur Unterstützung von Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen ausgebildet und hat ein unglaublich gutes Gespür für Ungesagtes, für Gesten, Gefühle und Verhaltensweisen von uns Menschen.
Die Kinder sind während dem Programmteil mit Milo und Margrit Peter konzentriert bei der Sache. Milo zeigt ihnen was er für Tricks kennt, und seine Therapiehundeführerin erzählt uns, wie sie auf eindrückliche Art und Weise Menschen mit Einschränkungen mit ihrem Vierbeinigen Freund begleitet und unterstützt, z.B. in Institutionen wie Alters- und Kinderheimen oder auch im Gefäss der betreuten Ferien bei ihr zu Hause.
Milo hat die Fähigkeit, seine Meisterin zu suchen, kann z.B. Hundebiscuits unter Töpfchen erschnuppern und lässt sich von Kindern, die seine Nähe suchen, am Boden liegend umarmen. Sie dürfen sogar über seinen Rücken hinwegsteigen. Der Labrador ist «die Ruhe von Hund», könnte man sagen und gleichzeitig sehr aufmerksam, wach und am Kontakt mit Menschen interessiert!
Jemand der Teilnehmenden hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht. Sogar dieses Kind wollte schliesslich am Programmteil mit Milo teilnehmen und das Vertrauen zu Milo gewinnen. Ob durch den Kontakt mit Milo die Angst dieser Person vor Hunden bereits teilweise überwunden werden konnte?
Parallel zum Besuch unserer Gäste war ein Sinnesparcours angesagt, standen doch die Waldtage 2025 unter dem Thema Handicap. Wie ist es wohl mit verbundenen Augen zu malen oder etwas zu erstasten, was ich nicht sehe?
Zu verschiedenen menschlichen Sinnen bzw. deren Einschränkung standen Posten an, die absolviert wurden, während die andere Halbgruppe Therapiehund Milo kennenlernte.
Am Malposten entstanden richtige Kunstwerke, auch mit verbundenen Augen und auf der Veranda des Waldhauses wurden Objekte in einer Box munter ertastet und erraten.
Zu den Waldtagen 2025 gehörte auch eine Wanderung, auf der die Teilnehmenden (auf Initiative eines Jungleiters) abschnittweise zusammengebunden zu gehen versuchten und mit verbundenen Augen geführt wurden. Auch ein Fotorätsel, sorgfältig vorbereitet von einer der drei Jungleitenden, bot während der Wanderung einen willkommenen Erlebnisfaktor.
Das Thema Handicap ist in der Kinderliteratur nicht sehr präsent. Durch das Erzählen einer Geschichte zum Thema Handicap wurde der rote Faden der beiden Erlebnistage aufgenommen. Die Kinder hatten die Gelegenheit Krücken und auch einen Rollstuhl auszuprobieren. So konnten sie das Schicksal der Protagonistin Mari aus der Geschichte «Ich bin Mari» auf praktische Weise etwas nachfühlen.
Wir genossen dankbar selbstgekochtes, feines Essen, u.a. Grillgut vom offenen Feuer, welches unsere Verantwortliche für Verpflegung trotz trübnassem Wetter mit Liebe vorbereitet hatte.
Mit musikalischen Beiträgen unserer Jungleitenden während der Zeiten gemeinsamen Singens wurde unser Programm auf künstlerische Weise bereichert!
Wir vom Team sind froh und zufrieden, dass wir die Kinder mit naturnahem und themengerechtem Programm unfallfrei durch die beiden Erlebnistage im Albliger Wald begleiten konnten und freuen uns auf neugierige Teilnehmende in weiteren Angeboten der Kinderkirche.
Zwei der Leiterinnen stellen sich im Jahr 2026 neu für ein KiK-Lager zur Verfügung. Welche Chance für unsere Kinderkirche, wenn Bewährtes von einer neuen Generation von Leitenden weitergetragen und zugleich weiterentwickelt werden kann!